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Gegründet 1810
Im amtlichen Bericht über die Gewerbeausstellung Berlin 1844 [BE44] werden die Werkzeuge
von Joh. Braunschweig als den englischen ebenbürtig genannt und der steigende Absatz der Remscheider Beitel,
Hobeleisen und Ziehklingen in Nordamerika erwähnt. Die Mustertafel von Joh. Arnolt Braunschweig wird folgendermaßen beschrieben:
"Nr. 1066. Joh. Arnold Braunschweig zu Rath bei Remscheid,
ein Assortissement metallener Werkzeuge für Drechsler, Tischler, Holz- und
Formschneider, Bildhauer u. dergl. m. Wir heben hervor mit Angabe der
Dutzendpreise: ordinäre Drechslerbeitel zu 25 1/2 Sgr. [Silbergroschen]; desgl. Englischer Façon
zu 1 Rthlr. [Reichsthaler]; Stechbeitel, Stemmeisen und Hohlmeißel für Tischler, in verschiedener
Form und Größe von 16 1/2 bis 27 Sgr. das Dutzend; Schreinerhämmer
zu 38 1/2 Sgr.; Hobeleisen, sortiert von 1/8 bis 1/2 Zoll, im Preise
zu 34 Sgr.; Nageltreiber sortirt zu 12 Sgr.; Bildhauermeißel in
verschiedenen Sorten zu 15 1/2 Sgr."
Der "Amtliche Bericht über die Industrie-Ausstellung aller Völker zu London im Jahre 1851"
[Google Buchsuche]
beschreibt die ausgestellten Werkzeuge der Firma so:
"J. A. Braunschweig in Remscheid: die verschiedenen Hobeleisen,
als Zahn-, Schlicht-, Doppel-, Schrob-, einfache und doppelte
Simshobel-, Plattbank- und Nuth-Eisen; alle Arten Bildhauer-,
Tischler-, Zimmermanns- und Drechsler-Eisen, wie Stechbeitel, Stemm-
eisen, Hohleisen, Röhren, Drehmeißel etc; Zugmesser für Böttcher
und Wagner; das Ganze eine sehr reichhaltige und im Hinsicht der Aus-
arbeitung sehr lobenswerthe Sammlung."
Eine knappe Erwähung findet die Firma im Bericht
"Official Descriptive and Illustrated Catalogue of the Great Exhibition of the Works of Industry of all Nations"
(1851)
[Google Buchsuche]:
621 BRAUNSCHWEIG, J. A., Remscheid - Manufacturer.
Various sorts of carpenters' and coopers' tools, planes,
chisels, pickaxes, &c.
Der Bericht über die Weltausstellung in Wien 1873 [WI73] nennt als
Inhaber "Herm. und Rob. Braunschweig" und als Standort Remscheid-Hasten. Die Firma wird wie folgt beschrieben:
"Errichtet 1810. Fabrication von Sägen, Feilen, Werkzeugen für Tischler,
Schlosser, Drechsler, Böttcher, Zimmerleute, Schmiede, Formstecher, Bildhauer etc.
Dampf- und Wasserbetrieb."
Auf dem Eisen eines offensichtlich deutschen Hobels in den USA wurde der Schriftzug
"Braunschweig & Herbst" (zweizeilig) gefunden.
Am 31. Oktober 1826 wurde das Zeichen 'Hobel mit den Buchstaben IABS' in die Zeichenrolle
des Cronenberger Handwerksgerichts eingetragen.
Auszug aus der Zeichenrolle [ZCH]
(mögliche Transkriptionsfehler sind mir anzulasten):
"No 317
untte Nemlichen Datto (31. Oktob. 1826) Erschenn
Joh. Arnolt Braunschweig
über gebenen über Trgs Kontrak
in Nemlicher Sitzung über daß
Hubel mit dem Eissen mit den
Bohstaben I.A.B.S. und auch den
föllegen Namen auf wie selbegen
durch die Prolama und Zeitungen
Bekandt gemacht worden selbeges ist
Nach Inhalt Prottekol eingetragen
wie auch abgetrokt
Randbemerkung/Ergänzung:
P auf alle vorkommd
Wahren wie auch
auf Stahl
auch auf Refertes
Stahl Zu Pregen"
Unter diesem Text ist das Zeichen 'Hobel mit den Buchstaben IABS' zweimal in Siegellack abgedrückt und ein weiteres, nicht identifizierbares Zeichen.
Eintrag in
"Nachweisung der im Deutschen Reiche gesetzlich geschützten Waarenzeichen
[WAZ]
Abbildungen von Markenzeichen:
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| "A. BRAUNSCHWEIG" Bild "Hobel" |
| Auf einem Lochbeitel |
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| Auf einem Hobeleisen (Simshobel) |
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| "I. A. BRAUNSCHWEIG" Bild "Hobel/3 Sterne" "WARRANTED" "CAST STEEL" Auf einem Hobeleisen (Plattbank) |
| (das Bild ganz oben stammt von der zugehörigen Klappe) |
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| Auf einem Hobeleisen (Niederländischer Schrupphobel, Dank an G. van Rijswijk) | |||||
Beitel von Braunschweig: Lochbeitel